Strompreise

Steigende Energiepreise sind für Stromkunden immer ein Ärgernis. Schließlich fehlt aufgrund hoher Strompreise am Monatsende der eine oder andere Euro. Dank der Möglichkeit des Strompreisvergleichs lassen sich unerwünschte Preissteigerungen aber umgehen. Dabei achten viele Verbraucher auf einen möglichst niedrigen Strompreis pro Kilowattstunde. Und übersehen leider viel zu oft, dass unterm Strich noch ganz andere Faktoren die Jahresabrechnung beeinflussen können. Damit Sie in Zukunft wissen, auf was es beim Strompreisvergleich wirklich ankommt, sollten Sie sich mit der Zusammensetzung der Strompreise auseinandersetzen. Grundsätzlich bestehen diese aus drei Bestandteilen.

Strompreis I: Der Arbeitspreis

Auf den ersten Blick die wichtigste Kenngröße für Sparfüchse ist beim Strompreisvergleich der Arbeitspreis. Letzterer wird Ihnen als Stromkunde seitens der Versorger nur für die tatsächlich entnommene Strommenge berechnet. Ausgewiesen mit der Einheit Kilowattstunde, haben Sie durch eine effiziente Geräte- und Energienutzung an dieser Stelle direkt Einfluss auf die Höhe der Stromkosten. Den Arbeitspreis selbst können Sie aber nicht beeinflussen. Allerdings fließt nur ein Teil in die eigentliche Stromerzeugung - rund ein Viertel. Der Rest des Arbeitspreises entfällt auf Netznutzungsentgelte, Mehrwert- und Ökosteuer sowie andere Abgaben. Letztere kann auch der Energieversorger nicht beeinflussen, sondern ist in diesem Punkt an die Vorgaben des Gesetzgebers gebunden.

Strompreis II: Der Grundpreis

Ähnlich den Unternehmen der Telekommunikationsbrache stellen auch die Stromversorger eine Leistung zur Verfügung und halten sie für den Kunden bereit. Damit entsteht den Unternehmen ein gewisser Aufwand - auch, wenn Sie als Kunde gerade keinen Strom aus dem Netz entnehmen. Um diesen Aufwand zu decken, verlangen die Anbieter eine Grundgebühr. Letztere kann sich zum Teil deutlich zwischen den einzelnen Versorgern unterscheiden. Daher sollten Sie beim Strompreisvergleich nicht nur den Arbeitspreis im Auge behalten. Auch der Grundpreis kann sich positiv oder negativ auswirken.

Strompreis III: Steuern und andere Abgaben

Neben Arbeits- und Grundpreis fallen natürlich auch Steuern und Abgaben auf den gelieferten Strom an. Letztere können beim Preisvergleich außen vorbleiben, da sie zentral festgelegt werden. Und bei jedem Stromversorger anfallen. Einzig der Ausweis auf der Rechnung kann sich unterscheiden, was unterm Strich aber keinen Unterschied macht. Grundsätzlich im Auge sollten Sie dagegen immer Arbeits- und Grundpreis behalten.